Ratgeber

Was kostet Zeitarbeit?

Wie sich der Stundensatz zusammensetzt, welche Faktoren den Preis bestimmen – und wann sich Zeitarbeit lohnt.

„Was kostet ein Zeitarbeitnehmer?“ – diese Frage hören wir von Unternehmen am häufigsten. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn der Preis hängt von mehreren Faktoren ab. Hier erfahren Sie, wie sich die Kosten zusammensetzen und worauf Sie achten sollten.

Wie wird Zeitarbeit abgerechnet?

Bei der Arbeitnehmerüberlassung zahlen Sie einen Stundenverrechnungssatz – und zwar nur für die Stunden, die der Mitarbeiter tatsächlich bei Ihnen arbeitet. Urlaub, Krankheit, Feiertage, Lohnabrechnung und Sozialversicherung trägt der Personaldienstleister.

Woraus setzt sich der Verrechnungssatz zusammen?

  • Bruttostundenlohn des Mitarbeiters – in der Regel nach dem Tarifvertrag der Zeitarbeit und der Entgeltgruppe, die zur Tätigkeit passt
  • Branchenzuschläge – in vielen Einsatzbranchen (z. B. Metall- und Elektroindustrie oder Chemie) steigen die Löhne mit zunehmender Einsatzdauer
  • Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung
  • Ausfallzeiten wie Urlaub, Feiertage und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Suche, Auswahl und Betreuung der Mitarbeiter sowie die Verwaltung

In der Praxis liegt der Verrechnungssatz deshalb meist deutlich über dem Bruttostundenlohn – häufig beim 1,6- bis 2,2-Fachen. Wie hoch er im Einzelfall ist, hängt von den folgenden Faktoren ab.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis?

  • Qualifikation: Eine examinierte Pflegefachkraft oder ein CNC-Fachmann kostet mehr als eine Hilfskraft.
  • Einsatzdauer: Je länger der Einsatz, desto stärker greifen Branchenzuschläge – und gesetzlich gilt spätestens nach neun Monaten (bei Branchenzuschlagstarifen nach bis zu 15 Monaten) Equal Pay.
  • Arbeitszeiten: Schicht-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit werden mit Zuschlägen vergütet.
  • Anzahl der Mitarbeiter: Bei mehreren Mitarbeitern oder längeren Einsätzen lassen sich die Konditionen oft anpassen.

Was kostet die Übernahme eines Zeitarbeitnehmers?

Möchten Sie einen Mitarbeiter nach dem Einsatz fest einstellen, ist das grundsätzlich möglich. Oft wird dafür eine Vermittlungs- bzw. Übernahmegebühr vereinbart, die mit der Dauer des Einsatzes sinkt. Die genauen Bedingungen stehen im Überlassungsvertrag.

Und die Personalvermittlung?

Bei der direkten Personalvermittlung stellen Sie den Kandidaten selbst ein. Üblich ist ein einmaliges Honorar, das sich am Jahresgehalt orientiert – in der Branche häufig zwischen 15 und 30 Prozent. Einen Vergleich beider Modelle finden Sie in unserem Ratgeber Arbeitnehmerüberlassung oder Personalvermittlung?

Lohnt sich Zeitarbeit? Gegenüber einer Festanstellung wirkt der Stundensatz zunächst hoch. Rechnet man aber Recruiting-Aufwand, Ausfallzeiten, Verwaltung und das Risiko einer Fehlbesetzung ein, ist Zeitarbeit gerade für Spitzenzeiten, Vertretungen und Projekte oft die wirtschaftlichere Lösung.

Ihr individuelles Angebot

Wie viel ein Einsatz konkret kostet, berechnen wir gerne für Sie – kostenlos und unverbindlich. Nutzen Sie dafür unsere Personalanfrage oder rufen Sie uns an.

Sie suchen Personal für Pflege oder Kita? Mehr dazu auf unseren Seiten zu Pflegepersonal und Zeitarbeit in der Pflege sowie zu Erzieherinnen und Zeitarbeit in der Pädagogik.

Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

Weiterlesen

Kontakt

Individuelles Angebot gewünscht?

Schildern Sie uns kurz Ihren Bedarf – wir melden uns schnellstmöglich mit einem passenden Angebot.